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Neuigkeiten aus dem IT-Bereich
Macworld: Microsoft Office 2008 für den Mac ist im Verkauf
17.01.2008: Mit dem ersten Tag der Apple-Messe Macworld ist in den USA das neue Büropaket von Microsoft in den Handel gekommen. Damit ist auch die letzte große Software-Suite vom reinen PowerPC-Code zu einer Universal Binary für Intel- und PowerPC-Macs geworden. Ab dem 13. Februar soll der Verkauf der deutschen Version beginnen.
Die enthaltenen Programme Word, Excel, PowerPoint und Entourage beherrschen nun auch Open XML, das Microsoft mit Office 2007 für Windows als Standardformat eingeführt hat. Die Oberfläche des Windows-Office mit sogenannten Ribbons hat Microsofts Apple-Abteilung nicht übernommen, es bleibt bei den Menüs.
Die für viele Anwender interessanteste Neuerung dürfte der Preis sein: Bereits für 139 Euro gibt es eine "Home and Student Edition" mit allen Grundprogrammen. Ihr fehlt unter anderem die Anbindung an Exchange-Server, die in der Profiversion für 549 Euro enthalten ist. In der "Special Media Edition" für 649 Euro gibt es noch eine Bildbearbeitungs- und -verwaltungssoftware.
DSL-Anschlussinhaber haftet nicht für Urheberrechtsverletzungen
09.01.2008: Erneute Schlappe für die Musikindustrie: Nachdem das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main jüngst eine Haftung des DSL-Anschlussinhabers für Urheberrechtsverletzungen, die etwa Familienmitglieder unter seinem Dach via Tauschbörsennutzung begehen, ablehnte, sorgte das Landgericht (LG) München I für einen weiteren Rückschlag. In einem jetzt veröffentlichten Urteil (s. PDF-Datei, LG München, Urteil vom 4. 10. 2007, 7 O 2827/07) lehnten die Münchener Richter eine Haftung des Anschlussinhabers auf Unterlassung und Schadensersatz ab.
Mozilla Corporation hat einen neuen Chef.
08.01.2008: Die Mozilla Corporation, die 2005 gegründete Vermarktungsfirma der Community, die unter anderem den Webbrowser Firefox entwickelt, hat einen neuen Chef.Der bisherige Chief Operating Officer John Lilly rückt laut Mitteilung mit sofortiger Wirkung auf den Posten des CEO und löst damit Mitchell Baker ab. Baker bleibt dem kommerziellen Mozilla-Arm jedoch als Chairman erhalten.
John Lilly, der unter anderem für Apple und Sun Microsystems arbeitete wird sich auf das Produkt, die Technik und die Leitung der Mozilla Corporation konzentrieren.
Panasonic bringt YouTube und Picasa auf den Fernseher.
08.01.2008: Im Rahmen seiner CES-Eröffnungsrede hat Panasonics Präsident Toshihiro Sakamoto die neue TV-Funktion "Viera Cast" vorgestellt. Künftige Fernsehgeräte des Unternehmens sollen damit in der Lage sein, über einen integrierten Breitband-Internetzugang auf YouTube-Videos und Picasa-Fotoalben zurückzugreifen. Für Navigation und Darstellung soll eine eigene Bedienoberfläche geschaffen werden, die Sakamoto in Auszügen präsentierte. Weiterhin sollen Wettervorhersagen und Börsenkurse auf Panasonic-Fernsehern mit Viera Cast abrufbar sein.
Die Consumer Electronic Show hat ihre Tore geöffnet.
07.01.2008: Am Montag hat die Consumer Electronics Show (CES) 2008 nach zwei Pressetagen ihre Tore für das allgemeine Fachpublikum geöffnet. Bis zum 10. Januar präsentieren in Las Vegas Aussteller aus über 140 Ländern ihre Produkte. In seiner CES-Eröffnungsrede wies Gary Shapiro als Chef der hinter der Messe stehenden Consumer Electronics Association (CEA) jedoch nur kurz darauf hin, dass die US-Amerikaner nach aktuellen Vorhersagen im kommenden Jahr 171,5 Milliarden US-Dollar für Unterhaltungselektronik ausgeben werden, was einer Steigerung von rund sechs Prozent gegenüber 2007 entsprechen würde.
Sony BMG steigt in den Online-Verkauf DRM-freier Musik ein.
07.01.2008: Sony BMG steigt in den Online-Verkauf DRM-freier Musik ein
Sony BMG hat wie erwartet als letzter großer Musikkonzern seinen Widerstand gegen legale Downloads ohne DRM aufgegeben. Das Unternehmen hat sich dabei aber für ein ungewöhnliches Verfahren entschieden, bei dem die Kunden zunächst im Handel eine Plastik-Karte namens "Platinum Musicpass" kaufen müssen. Auf der Karte wird dann ein Code freigerubbelt, mit dem das entsprechende Album auf einer Website heruntergeladen werden kann. Von Mitte Januar an sollen in den USA und ab Ende des Monats in Kanada auf diese Weise zunächst 37 Alben zum Download stehen, teilte Sony BMG heute mit.
News Corporation steigt bei Premiere ein.
07.01.2008: Für die weltweit aktive News Corporation von Medienmogul Rupert Murdoch dürfte die am heutigen Montag bekannt gegebene Beteiligung am Münchner Pay-TV-Sender Premiere eher in die Kategorie "Peanuts" fallen: Nach der jüngst abgesegneten Übernahme des US-amerikanischen Medienkonzerns Dow Jones für mehr als fünf Milliarden US-Dollar (3,4 Milliarden Euro) belastet der Kauf von 14,58 Prozent der Premiere-Anteile die Konzernkasse mit lediglich 287 Millionen Euro.
Sony macht OLED-TVs flach und scharf.
07.01.2008: Sony führt eine neue Fernseher-Linie in Organic LED-Technik (OLED) ein. Die Bildschirme sind extrem flach, brauchen wenig Energie und haben ein Kontrastverhältnis von 1.000.000:1. Ein 11-Zoll-Modell, dessen Schirm nur 3 Millimeter dünn ist, wird in Japan bereits seit einigen Wochen angeboten und kostet dort umgerechnet 1.800 US-Dollar. Es soll noch in diesem Jahr in den US-Handel kommen. An seinem Messestand auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas zeigt der Sony-Konzern auch einen 10 Millimeter dicken 27-Zoll-Prototypen, dessen Serienstart allerdings noch nicht fest steht.
Intel äußert sich gegenüber EU-Kommission zu Missbrauchs-Vorwürfen.
07.01.2008: Wie US-Medien berichten, hat Intel am heutigen Montag, dem letzten Tag einer zum zweiten Mal verlängerten Frist, auf die von der EU-Wettbewerbskommission erhobenen Vorwürfe wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung geantwortet. Die Einzelheiten der Stellungnahme wurden noch nicht bekannt gegeben, man kann aber davon ausgehen, dass Intel jeglichen Missbrauch bestreiten und angeben wird, sich im Rahmen der Gesetze verhalten zu haben.Zunächst wird jedoch auf Intels Wunsch hin gemäß EU-Recht ein Anhörungsbeamter (Hearing Officer) der Kommision die Vorwürfe und die vertraulich zu behandelnde Stellungnahme prüfen. Ob Intel auch die Möglichkeit genutzt hat, zusätzlich eine mündliche Anhörung zu beantragen, ist derzeit nicht bekannt. Nach Abschluss der Prüfung berichtet der Anhörungsbeamte dann der Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.
Sollte die Kommision ihren Vorwurf weiterhin für begründet erachten, kann sie Bußgelder in Höhe von bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes verhängen. Die Niederländerin Kroes ist dafür bekannt, dass sie dabei keine Scheu vor großen Firmennamen hat, was Microsoft, Thyssen, VW und andere Großfirmen bereits erfahren mussten.
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